Ostermarsch - und? Alle Jahre wieder - Ostermarsch. Immer das Gleiche, gar das Selbe? Bestimmt nicht. Sehen Sie selbst! Graue Köpfe, die schon “früher” dabei waren, junge Leute, die sehen, wie gefährdet der Frieden in der Welt ist:
heute mehr denn je. Menschen aller Altersgruppen - vereint in dem Bewußtsein, daß der Frieden unser aller kostbarstes Gut ist: aber eben nicht nur der Frieden “draußen”, sondern mindestens ebenso der Frieden “drinnen”. Frankfurt, Römerberg: soviele Menschen waren hier schon lange nicht mehr zu sehen - ein riesengroßes Gedränge, Volksfeststimmung. Die verdichtete sich zu einem lange nicht mehr empfundenen Gefühl - dem Gefühl, Mitglied einer großen Familie zu sein.
Die Rednerinnen und Redner, vor allem Oskar Lafontaine, eindeutig der “Star” dieses großen Ereignisses, vermittelten den an die 8.000 Teilnehmern das Bewußtsein, zum aktiven Teil unserer Gesellschaft zu gehören - zu denen, die nicht länger alles Mögliche und Entsetzliche mit sich machen lassen, die nicht länger sich auf Gefolgschaftstreue und Unterordnung einschwören lassen. Im Wortsinne: sehen Sie selbst. Eindrücke vom Römerberg. In farbenfrohen Bildern, in vielen Blicken auf
Jung und Alt. Auf Fahnen und fröhliche Gesichter - kurz, Menschen, die sich auch künftig ihres Lebens freuen wollen. In sozialer Sicherheit, mit einer kalkulierbaren Perspektive in eine sichere, aber vor allem lebenswerte Zukunft. Gegenwartsnahe Veranstalter zeigten ein breites Spektrum: eine engagierte Sprecherin des DGB, Oskar Lafontaine, der mehr denn je mit der größten Selbstverständlichkeit große Hoffnungen zu wecken vermag (ihm
glauben die Menschen!), Hannes Wader, der “sein” Publikum wieder mitriß... und Zugaben machen “mußte”, eine türkische Sprecherin sowie ein türkischer Chor, der neben internationalen und türkischen auch kurdische Lieder und Tänze lebendig erklingen ließ. Die Menschen gingen begeistert mit - wahre Internationalität. Frankfurt am Main und die Ostermarschbewegung zeigten sich von ihrer besten Seite.- Ein schöner Erfolg.
Wunderbar vereint: Politisches Bewußtsein - Das politische Lied für selbstbewußte Menschen - Völkerfreundschaft - Musik und Tanz international. Wir brauchen sie: Solidarität! Zum Nutzen aller. 30.4.2003 |