Ahmad Mansour - Klartext zur Integration
Oder auch nicht?

 

Guten Tag, Ahmad Mansour,

aufgrund des Hinweises in den Nachdenkseiten habe ich dieses Buch mit Gewinn gelesen.

Von Nutzen ist für mich, daß Sie als Sachkundiger sich mit diesen Problemkreisen befassen und versuchen, die Positionen beider Seiten (Zuwanderer, hiesige Gesellschaft) transparent zu machen. Sie machen Lösungsvorschläge, wie den wachsenden Problemen der Nicht-Integration begegnet werden kann, sie scheuen sich auch nicht zu sagen, daß der Staat seine (u.a. Rechts-)Positionen zwingend durchsetzen muß.

Bei der Ausformung dieser Perspektiven scheint es mir allerdings an der Konsequenz zu fehlen, da Sie alles im Einvernehmen ("… möglichst…") regeln möchten. Das wollen unsere Gut-Menschen auch, all die Leute in den Mittelstandsmilieus, denen es an nichts mangelt: sichere, unverlierbare Staatsjobs mit weitgehend kostenlosen Pensionsansprüchen, Wohnungen, etc. die von keinem Zuwanderer-Interesse tangiert werden - wie das ja auch für die schulische Bildung des Nachwuchses gilt.

In Gestalt der vielen Millionen Zuwanderer, die tunlichst alle hier bleiben wollen, hier gibt es unendlich viele Vorzüge und Ansprüche, hat sich eine Parallelgesellschaft entwickelt, die, scheint mir, in immer größerem Maße losgelöst von unserer Gesellschaft agiert - und mittlerweile sehr wohl in der Lage ist, mit Hilfe von Rechtsanwälten aus der eigenen Community und nicht nur "zugekauften", die Rechtstechniken, die unser System bietet, zu nutzen (Schul-Unterricht etc., Essens-Vorschriften in den Schulen, Kopftücher, Religionsunterricht): am Anfang steht der Klein-Krieg um einzelne Schritte.

Ich warte schon darauf, daß für zunächst einzelne unserer Schulen (Private sind nicht betroffen, Gymnasien auch nicht) irgendwann gefordert wird, "ganz demokratisch" darüber zu befinden, ob eine Lehrerin zumutbar ist, über den Schwimmunterricht, das Hand-Geben, die Klassenausflüge. Dazu der Reli-Unterricht nach den DITIB-Regeln. Viele, zu viele unserer Schulklassen in den Problem-Bereichen werden überwiegend von ausländischen/ muslimischen Schülern besucht, die mit mangelhaften Deutsch-Kenntnissen in die Perspektivlosigkeit entlassen werden. Eine ganz schlimme Perspektive tut sich da auf.

 

Ich bin da sehr pessimistisch. Warum wohl?

Wir haben mehrere Schübe von Zuwanderern gehabt (Italiener, Jugoslawen, Türken früher und jetzt, Syrer, Maghreb, Schwarz-Afrikaner), die in großen Teilen nicht integriert sind, auch nicht integrationswillig oder -fähig sind. Und die eben nicht nur ihre kulturellen Gebräuche mitgebracht haben sondern auch ihre Stilettis, ihre Messer, ihre übergroße Bereitschaft zur hemmungslosen Anwendung von Gewalt, ihre Mißachtung von Frauen wie staatlichen Autoritäten.

Warum kamen diese Massen? Die nicht durch das deutsche Volk eingeladen worden sind, die aber zu einem großen Teil wegen der Kriege (militärische, wirtschaftliche, finanzielle, kulturelle), die die USA und die alten Kolonialstaaten einschl. BRD führten und führen, die Existenzgrundlagen in ihren Heimaten verloren haben. Und: weil die hiesige Wirtschaft ("Arbeitgeber") von Anfang an Billigheimer ins Land holen wollte, um nicht nur das hiesige Lohnniveau zu drücken, sondern durch den Druck der Massenarbeitslosigkeit auch alle Schutzgesetze der Arbeitnehmer zu durchlöchern. SPD-Schröder waren die willigen Helfer, unterstützt von Grünen, CDU/CSU, FDP. Und: Medien, alle in den Händen der herrschenden Klasse.

 

Das zum Status.

Da wird postuliert, daß wir doch "zweifellos" ein Einwanderungsland seien. Wer befindet darüber? Schlußfolgert das allein schon aus den Massen, die da sind und derer, die noch kommen wollen/sollen? Oder wegen einer ignoranten Kanzlerin, die nicht zu verantworten hatte, was sie da tat? Die Yankies und die Nato machen ihre imperialistische Politik ohne Rücksicht auf fremde Verluste…

Wir stehen am Anfang einer Entwicklung, die wir nicht werden beherrschen können. Warum? In diesem Land wird schon seit langem keine zielorientierte Politik mehr gemacht, die unterscheidet zwischen eigenen und fremden Interessen. Wir stolpern so vor uns hin, allein das Interesse der Wirtschaft im Auge… und das von "Amerika". Regeln der EU, nicht selten auf deutsche Veranlassung, haben auch nur das Interesse der Wirtschaften im Auge, nicht das der Menschen, der Verbraucher, der Arbeitnehmer, der Rentner, der Kranken wie der Gesunden. Oder derer, die aus ihren Heimaten durch die Umstände, die hier, im "Freien Westen", gemacht werden, vertrieben werden.

Lösungen?

  • Zuwanderungsstop, Asyl bleibt. Wir haben keinen wirklichen Arbeitskräftemangel - zu viele Betriebe haben  nicht ausgebildet und klagen nun ihr Leid. Phantom-Schmerzen. Schlechte Bezahlung, grenzenlose Lohndrückerei bis auf den heutigen Tag, kaum noch Tarifverträge, Ausbeutung. Wollen wir noch mehr davon? Nein. Es ist genug.
  • Wer gegen unsere Gesetze verstößt, fliegt. Sie haben das in den Raum gestellt als gewissermaßen allerletzte Möglichkeit - es fehlt aber an der Konsequenz. Das löst kein Problem.
  • Wir müssen den Zuwanderern schon in den ersten Tagen deutlich machen, was unsere Regeln sind, unsere Gesetze, unsere Maßstäbe, unsere Erwartungen. Und daß wir gewillt und in der Lage sind, das auch umzusetzen.
  • Also Strenge ist zu postulieren: 1 Verstoß gegen unsere Regeln… und der Rückflug in die Heimat wird angetreten. Das wird als warnendes Beispiel in der jeweiligen Gemeinschaft bekannt gemacht. Was meinen Sie, wie schnell die Jungs dann lernen, was Sache ist. Und daß unsere Polizisten wie unsere Frauen kein Freiwild sind.
  • Der juristische Weg muß entscheidend verkürzt werden. Kein jahrelanges Klagen auf unsere Kosten, keine Anwälte, die sich goldene Nasen verdienen, keine Polizisten mehr, die verächtlich behandelt werden.

Dafür braucht es keine jahrelangen Integrationskurse mit Händchenhalten, Lotsen oder was auch immer.

 

Warum?

Wir haben es mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Milieus zu tun. Die Türken aus dem anatolischen Hochland waren arm dran - und kulturelle Moslems. Die wollten nicht missionieren und wollten nicht missioniert werden. Die Türken heute (nicht alle hier, gewiß nicht - aber zu viele sind still) sind Teil der türkischen Erdogan-Gesellschaft, sehr religiös,  nationalistisch, faschistoid. Diese Menschen haben die größten Schwierigkeiten, sich bei uns einzupassen: dritte Einwanderer-Generation und die Sprachkenntnisse sind null und nichtig.

Die Syrer heute sind, denke ich, ist auch 2015 immer wieder behauptet worden, wissende Menschen, die aus einem säkularen Staat kamen. Die wußten, wie bei uns der juristische/kulturelle Hase läuft. Viele Intelligenzler, Selbständige, Kaufleute, selbstbewußte Menschen. Knappe Einführung in unsere Gewohnheiten (s.o.), und sie sind auf dem Laufenden. Und müssen sich eingliedern.

Maghreb: völlig fremde Kultur, vermutlich ohne große eigene Anstrengungen zum Umlernen - Hopfen und Malz verloren. Raus.

Was wird von den hehren aber abstrakten Zielen umgesetzt werden? Nichts, was wird daraus werden? Chaos, Unsicherheit, (Verteilungs-)Kämpfe aller Art. Eine deutsche Gesellschaft, die zerbröselt. Politisch nicht mehr handlungsfähig. Verhältnisse wie in unserem Osten - dann zunehmend im Rest der Republik? Ein schrecklicher Gedanke.

Aber über allem muß eines stehen: Das ist unser Land, unsere Sprache, unsere Geschichte. Wir wollen kein Viel-Völker-Staat weder werden noch sein.

 

Doch auch ein Wort zu Ihnen persönlich:

Sie sind ja offenkundig arabischer Israeli, nicht israelischer Araber, bewußter Moslem. Sie nehmen die Zionisten umfassend in Schutz bei allen Verbrechen gegen die Palästinenser, Sie überhöhen alle anti-jüdischen Sauereien hier, als würde da die Welt untergehen. Sie wissen doch von den 150 durch die IdF zielorientiert erschossenen = ermordeten  palästinensischen Zivilisten, von den 5000 Schwerverletzten. Hatte Sie der Redaktionsschluß davor bewahrt, hier Stellung nehmen zu müssen?- Seyran Ates hatte sich s.Zt. heftig gegen die moslemische Community aufgelehnt, aus guten Gründen - aber aufgegeben. Zu viel der Schwäche.

Wer israelische Untaten kritisiert, gleich, ob Israeli oder Deutscher, ist sowohl nach landläufiger hiesiger wie auch israelischen Betrachtung Antisemit. Welch ein Unsinn. Juden in Deutschland bekommen jetzt einen besonderen Status/Schutz - welch eine Dummheit. Philosemiten sind derzeit sehr stark (das grenzt oft schon an Terrorismus). Hier geht ganz viel durcheinander. Und Sie… stehen ganz nah dabei.

WTB7 - Sie wissen es nicht? Ist sauber eingestürzt ohne die kleinste Feindberührung: kein Flugzeug, keine Rakete, kein saudisches Teppichmesser. Also ein Inside-Job! Warum subsumieren Sie das unter "Verschwörungstheorie"? Gefolgschaftstreue nannte man das früher hier.

 

Bleibt noch der Fingerzeig auf das Grundproblem: die Religion.
Religion ist das Opium des Volkes - alte Erkenntnis. Stellen Sie sich vor, der heutige Islam wäre wieder ein kultureller, wissenschaftlich hochgeschätzter Islam, der Bewunderung bei seiner Umwelt genießt! Wie s.Zt. in Andalusien. Wieviel Friede wäre auf einmal in der Welt! Ich muß Pakistan, die Türkei, Saudi-Arabien etc. nicht extra erwähnen. Das gilt aber genau so für Israel und sein (nicht nur Ultra-) Orthodoxes Judentum!

Stellen Sie sich vor, Israel würde in einer überschau
baren Zeit eine Religion, ein Staat, eine Gesellschaft des Friedens werden - vielleicht mit Hilfe des Einen? Würde seine Grenzen im Rahmen von 1967 definieren - und kein Nachbarland mehr bedrohen oder unterwandern oder bombardieren? Nicht auszudenken, nicht wahr! Der Antisemitismus würde bald schwinden, würde ein peinlicher Erinnerungsposten werden… und dem Vergessen anheim gegeben werden. Ja, wäre denkbar. Ich sage mir immer noch: die Israelis, die Juden Israels haben das Zeug dazu. Bei der ach so großen Zahl von leuchtenden Köpfen… in der Vergangenheit. Mir scheint allerdings: das Judentum hat seine Potenzen aufgebraucht. Es ist nur noch ein brutaler Machtfaktor. Vor allem: Israel ist nicht wirklich bedroht. Das weiß auch und gerade der israelische Generalstab.

Wir haben in Deutschland die religiösen Katastrophen hinter uns - aber nicht vergessen: 1500 Jahre Finsternis, Inquisition, Geistesterror, Hexenverfolgungen und -verbrennungen ohne Ende, Martin Luther, 30-jähiger Krieg. Nazi-Wahn.

 

Wir haben genug davon.

 

Soll das alles wieder von vorne anfangen? In der Jetzt-Zeit? Wer will uns das zumuten? 300 Jahre Aufklärung - alles für die Katz'?

Ein Paar Worte zu Deutschland und zum Grundgesetz:

Lieber Ahmad Mansour, Sie sind insoweit blind, blind für die Realitäten, vermutlich weil Sie Konvertit sind. Das GG enthält zukunftweisende Passagen, die der WRV entnommen worden sind. Doch Adenauer und die Seinen hatten kein Interesse daran, daß das Wirklichkeit werden sollte. So wurde das Ganze zur grauen Theorie indem der Zusatz eingefügt wurde: Das Nähere regelt ein Bundesgesetz… - das, selbstverständlich, nie erlassen wurde.

Und Deutschland, also BRD/West wie BRD/heute ist eine Klassengesellschaft, die immer ausgeprägter wird. Arm und Reich, Oben und Unten, Macht und Ohnmacht - das ist die bittere Realität unseres täglichen Lebens. Da ist von den Träumen der edlen Menschen (Sozialdemokraten, Kommunisten, Liberale, Denker, unbeugsame Freiheitskämpfer), die das Nazi-Reich überstanden hatten und nun fest überzeugt waren, das neue, das demokratische Deutschland aufbauen zu können mit Hilfe unserer anglo-amerikanischen "Befreier", nicht viel geblieben.

 

Schul-Bildung für eine gemeinsame Zukunft:

Humanistischer Lebenskunde-Unterricht des Humanistischen Verbandes Deutschland: das wäre ein richtungweisendes Vehikel für die Bildung, für das Werden von Bildung und Charakter der Kinder: aller Kinder. Das ist nicht gewollt, deshalb gibt es den auch nur vereinzelt.

 

Und ein paar Worte zu mir:

Jg. 1937, Atheist/Freidenker von Geburt an, dank meiner Mutter, einer starken, klugen Frau, die schon 1925 aus eigenem Entschluß aus der kath. Kirche ausgetreten ist. Ich habe nie an einem Religionsunterricht teilgenommen, mußte aber religiösen Wahn erleben, als der Rektor unserer Realschule in Dortmund bei der Abgangsfeier vor den Schülern und Eltern von 7 (!) Abgangsklassen 1954 von der Bühne herab erklärte: "Wer nicht an Gott glaubt, der kann ja nur zum Mörder werden - denn er muß sich ja vor niemandem verantworten."

 

Mensch, wie stolz das klingt. Das hätte Maxim Gorki sich gewiß nicht träumen lassen, daß es mit der europäischen Menschheit wieder einmal soweit bergab gehen würde. Und: wir stehen heute an der Schwelle zum heißen Krieg. Es kann alles nur viel schlimmer werden.

 

Also die Sache mit dem Apfelbäumchen… es ist an der Zeit.

Klartext zur Integration

Ahmad Mansour hat lesenswerte Gedanken formuliert. Werden sie aber der real existierenden Gegenwart gerecht?

Ich habe ihm dazu geschrieben.

11.11.2018