Terror Israels gegen Palästina

Sehr geehrter Herr Botschafter Stein,

ich bin entsetzt über die israelischen Übergriffe, über Plünderungen und Verbrechen, über sinnlose Zerstörungen, zahllose Morde - und das Fehlen auch nur des kleinsten Stückchens Unrechtsbewußtsein. Kein Wunder, daß der große israelische Führer Scharon auch alle "Verhandlungen" über die Aufgabe der widerrechtlich erbauten Siedlungen vor den nächsten Wahlen selbstherrlich ausschließt.

Kein Gedanke, zumindest dieses Mal, nach so viel israelischem Unrecht, auf die UNO zu hören: nein, der Staat Israel will sich die Kontrolleure auch noch selbst aussuchen. Eigentlich kein Wunder: man weiß, was man angerichtet hat und zu verbergen trachtet - und man fürchtet, daß alles ans Licht der Sonnen kommen könnte. Aber freuen Sie sich nicht zu früh: es wird ans Licht der Sonne kommen. Israel wird sich mit Schande begossen haben. Ob sich die alten Zionisten, die sich vor einhundert Jahren ihr eigenes Land gewünscht haben, das so vorgestellt haben? Ich glaube es nicht.

Empörend aber finde ich, daß Sie wie auch der Zentralratsvorsitzende Spiegel es wagen, von Antisemitismus zu reden, wenn Menschen in aller Welt, Nichtjuden wie eben auch Juden, diese israelischen Verbrechen verurteilen. Mancher schämt sich ob der Verbrechen eines alten Kulturvolks. Aber das rührt die Herren Israels nicht im mindesten.

Wie weit soll das mit Israel noch gehen? Fürchten Sie nicht allmählich die Rache Ihres Höchsten? Als braver religiöser Jude wird man doch sicher keine Ermächtigung zu sinnlosen Morden und Zerstörungsaktionen haben. Oder vielleicht doch?

24. April 2002

 Nicht nur das regierende Israel ist mit sich selbst im Reinen, trotz aller Verbrechen gegen das palästinensische Volk, auch “die” Europäer leiden lieber mit jüdischen Opfern, als sich mit der fünf mal so großen Zahl der Opfer der israelischen Staatsmacht zu befassen.

 Daß das regierende Israel wie auch der israelische Botschafter in Deutschland, aber auch der Vorsitzende des Zentralrates, Paul Spiegel, alle Juden der Welt auf die raktionäre Linie von Scharon einschwören wollen, als ginge es um die Verteidigung des Judentums und Israels gegen lebensgefährliche Gefahren, ist ungeheuer: wer nicht für Scharon ist, soll also, wie früher bei uns, “nach drüben gehen”, also aus der Gemeinschaft der Juden ausscheiden?
Indoktrination reinsten Wassers - nur Frieden, Frieden für Israel und Palästina, werden damit nicht befördert.
Ich schrieb dem israelischen Botschafter.